Was ist Kanna? Sceletium tortuosum – Herkunft, Geschichte & Formen
Kanna ist der traditionelle Name für Sceletium tortuosum, eine sukkulente Pflanze aus dem Süden Afrikas. Dieser Beitrag gibt einen sachlichen Überblick über Botanik, Herkunft, kulturgeschichtlichen Hintergrund und die Formen, in denen Kanna heute im Handel angeboten wird.
Hinweis: Kanna wird bei PsySpace als botanisches Sammler- und Aromaprodukt angeboten. Es ist kein Lebensmittel und kein Arzneimittel, nicht zum Verzehr bestimmt und wird ausschließlich an Personen ab 18 Jahren abgegeben.
Botanik: Die Pflanze Sceletium tortuosum
Sceletium tortuosum gehört zur Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Die niedrig wachsende, kriechende Sukkulente bildet fleischige Blätter, in denen sie Wasser speichert, und trägt weiße bis blassgelbe Blüten. Ein auffälliges Merkmal sind die skelettartigen Blattadern, die nach dem Vertrocknen der Blätter sichtbar bleiben – daher stammt auch der Gattungsname Sceletium (lateinisch für „Skelett“).
Die Pflanze ist an trockene, sonnige Standorte mit kargen Böden angepasst und kommt in der Natur vor allem in Halbwüsten- und Buschlandschaften vor.
Herkunft: Das Namaqualand und die Karoo
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Kanna liegt im Westen Südafrikas, insbesondere im Namaqualand und in der Region der Kleinen und Großen Karoo. Heute wird ein großer Teil des gehandelten Pflanzenmaterials nicht mehr wild gesammelt, sondern in kontrolliertem Anbau kultiviert. Das schont die Wildbestände und sorgt für gleichmäßigere Chargen.
Kulturgeschichte
Kanna ist eng mit der Geschichte der Khoikhoi und San verbunden, der indigenen Bevölkerungsgruppen des südlichen Afrikas. Europäische Reisende und Botaniker beschrieben die Pflanze bereits im 17. Jahrhundert. Traditionell wurde das Kraut nach der Ernte zerkleinert und in einem Fermentationsprozess verarbeitet – ein Verfahren, das bis heute die Grundlage für fermentiertes Kanna-Kraut bildet.
Diese lange Tradition macht Kanna zu einem der bekanntesten Klassiker der Ethnobotanik und zu einem beliebten Objekt für Sammler und Pflanzenliebhaber.
Welche Formen von Kanna gibt es?
Im Handel begegnet Kanna in verschiedenen Aufbereitungen, die sich vor allem in Verarbeitung und Konzentration unterscheiden:
- Geschnittenes Kraut (shredded): getrocknete, zerkleinerte Pflanzenteile – die ursprünglichste Form.
- Pulver: fein vermahlenes Pflanzenmaterial, in kleinen und größeren Gebinden erhältlich.
- Extrakte: konzentrierte Auszüge wie 10x, 20x oder 40x sowie spezielle Typen wie UC2, ET2 oder Full Spectrum.
- Soft Resin und Kristalle: harzartige oder kristalline Konzentrate mit besonders hoher Verarbeitungsstufe.
- Snuff, Kapseln und Tabletten: portionierte Sonderformen, z. B. aus der Kannagizer-Reihe.
Was hinter Bezeichnungen wie „20x“ oder „UC2“ steckt, erklärt unser Beitrag Kanna Extrakt: 10x, 20x, UC2 & Co. erklärt.
Lagerung
Wie alle getrockneten Pflanzenprodukte sollte Kanna trocken, kühl und lichtgeschützt in einem gut verschlossenen Behältnis aufbewahrt werden. So bleiben Farbe, Struktur und Aroma des Materials möglichst lange erhalten.
Kanna bei PsySpace
Das komplette Sortiment – vom geschnittenen Kraut bis zum Extrakt – findest du in unserer Kanna-Kategorie, die konzentrierten Varianten gesammelt unter Kanna Extrakt. Worauf du bei der Auswahl achten solltest, zeigt unser Kanna-Kaufratgeber. Und wie sich Kanna von einem anderen ethnobotanischen Klassiker unterscheidet, liest du in Kanna vs. Blauer Lotus.
Häufige Fragen (FAQ)
Was bedeutet der Name Kanna?
„Kanna“ ist der traditionelle Name der Pflanze im südlichen Afrika. Botanisch heißt sie Sceletium tortuosum.
Woher stammt Kanna?
Aus dem Westen Südafrikas, vor allem aus dem Namaqualand und der Karoo. Heute stammt das meiste Material aus kontrolliertem Anbau.
Was ist fermentiertes Kanna?
Fermentiertes Kanna ist Kraut, das nach traditionellem Vorbild nach der Ernte einem Fermentationsprozess unterzogen und anschließend getrocknet wurde.
Ist Kanna zum Verzehr bestimmt?
Nein. Kanna wird als botanisches Sammler- und Aromaprodukt angeboten, nicht als Lebensmittel oder Arzneimittel.
Ab welchem Alter erfolgt die Abgabe?
Ausschließlich an Personen ab 18 Jahren.

